
ODRADEK // Robert Spychała – Malerei & Iris Merkle – Objekte
Die Erfindung von Kafkas Odradek erscheint als unfassbares und rätselhaftes Wesen – ein sinnloses Gebilde ohne zweckmäßige Form, als sei es zerbrochen und doch in seiner Art abgeschlossen. „Eine Art Zwirnspule auf zwei Beinen mit abgerissenen, alte aneinander geknoteten und verfitzten Zwirnstücken in verschiedenen Farben.“
Die Malerei von Robert Spychała erzählt ebenfalls von surrealen Szenarien, und auch Iris Merkle lässt traumhafte Gebilde entstehen. Beide verbindet zudem eine besondere Nähe zu textilen Materialien und Strukturen. Odradek geistert so durch ihre Bildwelten, stiftet Unordnung wie ein Haufen loser Fäden – und auch die Werke der beiden Künstler entziehen sich einer eindeutigen, glatten Zusammenfügung.
Trotzdem entsteht in der Begegnung ihrer Arbeiten ein Dialog: zwischen Deutsch und Slavisch, zwischen Malerei und Objekt, zwischen zerbrochenen Resten und abgeschlossenen Formen. Ein offenes Geflecht, in dem sich das Rätselhafte sowie das Humorvolle behauptet.
photos: Andreas Körner, bildhübsche Fotografie





© SCHNEE VON GESTERN
2026
Digitaldruck Fine Art
30 x 40 cm Art printing paper


© EIN PAAR HAARE HABE ICH GELASSEN
2026
necklace – bronze, iron, human hair

© HALSCHMUCK, DER GERNE EIN PAAR FÄDEN VERLIERT
2026
necklace – wood, iron, cotton


Painting: Robert Spychała

Painting: Robert Spychała
